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Mit Vollgas in die Regeneration

Zum Abschluss meiner Vorbereitung auf die Challenge Roth hieß es noch einmal ordentlich Gas geben. In Dießen am Ammersee stand eine Sprintdistanz, im Rahmen der Bayrischen Landesliga, auf dem Programm.

Bei Sturmwarnung ordentlichen Wellen und strömenden Regen wurden wir Athleten ins Wasser geschickt. Ich war zufrieden mit meiner Leistung und konnte die 750m in 12:48 min hinter mich bringen. Nach einem relativ langen Weg zur Wechselzone ging’s jetzt bei immer noch strömenden Regen auf eine Wendepunktstrecke die fünf Mal zu durchfahren war.

Durch die Kälte konnte ich nicht mein gewünschtes Tempo anschlagen. An den 180 Grad Wendepunkten fuhr ich extrem vorsichtig um ja keinen Sturz zu riskieren. Nach 32:19 min war die zweite Disziplin auch Geschichte. Ich lag an Position 13 zum Auftakt der letzten Disziplin.

Es ging auf fünf Runden á einem Kilometer. Die Strecke verlief auf einer Wiese und war ziemlich verwinkelt. Durch den strömenden Regen ziemlich aufgeweicht war es relativ schwierig ordentlich Druck zu machen. Ich konnte jedoch sofort nach der Wechselzone einige Athleten überholen und lag relativ bald an fünfter Stelle. Diese Platzierung konnte ich auch ins Ziel bringen (Laufzeit:18:04/ Gesamtzeit 1:03:12). Besonders mit meiner Laufleistung war ich an diesem Tag zufrieden. Ich bin gespannt was nächste Woche möglich ist in der letzten Disziplin. Es fühlte sich auch nochmal sehr gut an eine Stunde Vollgas zu geben.

Nächste Woche steht nur mehr leichtes Training auf dem Plan und zusätzlich werden die Energiespeicher gefüllt!

Auf der Homepage der Challenge Roth gibt es am Renntag einen Spitzen Liveticker bei dem man alles verfolgen kann. Ich starte in der ersten Startwelle gemeinsam mit den Profis um 6:30 Uhr. Meine Startnummer ist 151.

Würde mich freuen wenn Ihr mir die Daumen drückt!
Ich bin schon gespannt wie es mir am Solarer Berg ergeht. Die Vorfreude ist RIESIG!

Solarer Berg Quelle: Challenge Roth

Kona Diary: Tag 4

Um nochmals abzuschalten vor dem Rennen und dem Trubel etwas aus dem Weg zu gehen fuhr ich mit meinen Reisebegleitern an die Nordostküste der Insel. Bereits die Anreise zu unserem eigentlichen Ziel – den Akaka Falls – war sehr abwechslungsreich. Es ging zuerst durch die Lavawüste entlang des Queen-K Highway anschließend über ein kleines Plateau vorbei am Mauna Kea, einem über 4000 Meter hohen Vulkan. Anschließend erreichten wir die tropische Ostküste.

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Es ist unglaublich wie schnell auf dieser Insel das Wetter wechselt. Bei unserer Fahrt von ca. 160km kam es uns vor als ob wir durch mehrere Klimazonen reisen.

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Die Akaka Falls in der Nähe von Hilo.

Nach der Heimfahrt registrierte ich mich offiziell im Rennbüro. Hier wird einem klar wie organisiert das Rennen ist. Für die 2-3 Registrierungsschritte wird man kaum alleine gelassen alles ist perfekt durchgeplant.

Um 14:15 war dann der nächste Programmpunkt fällig. Es ging zur Rennbesprechung die im freien abgehalten wurde. Ich konnte zum Glück noch einen Schattenplatz ergattern. Das Rennen wurde vom Check-In bis zur Finishline  durch besprochen. Da steigt automatisch die Anspannung.

Um den Körper nicht ganz einschlafen zu lassen teste ich noch den letzten Teil der Strecke den ich bisher noch nicht besichtigt hatte. Ich lief einmal durch das berühmt berüchtigte Energylab.

Ötzi und Rupertilauf

Im Hinblick auf meinen Saisonhöhepunkt stand letzte Woche ein umfangreicher Radblock auf dem Programm. Kern war am Mittwoch eine Radausfahrt über die komplette Strecke des Ötztaler Radmarathons. Die Bedingungen waren optimal für eine lange Radausfahrt. Im Gegensatz zum Radmarathon war der Startpunkt für mich allerdings in Innsbruck. Der Vorteil war, dass dadurch das Timmelsjoch nicht am Ende bezwungen werden musste allerdings brannte die Sonne unerbittlich am Kühtai. Schwierigkeiten bereitete mir der Anstieg zum Timmelsjoch bei dem die letzten Kilometer auf über 2000m absolviert werden mussten.

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Der Spassfaktor bei 190km in Oetz, Richtung Kühtai abzubiegen war trotzdem sehr gering. Oben angekommen konnte ich die letzten Sonnenstrahlen des Tages geniessen:

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Das Gefühl am Abend auf 238km und 5500 Höhenmeter zurückzublicken ist trotz aller Strapazen einfach genial.

Seit dem Ironman Zürich hatte ich die meisten Laufeinheiten im Grundlagentempo absolviert.
Um mein Training mit etwas Tempo zu würzen entschied ich mich spontan für einen Start beim Rupertilauf in Seekirchen.

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(c) Skiclub Seekirchen

Der Lauf führt über 10,2 km mit einer längeren Steigung und anschließendem Bergablauf. Ich hatte an dem Lauf bereits 2010 sowie letztes Jahr im Rahmen meiner Marathonvorbereitung teilgenommen. Ich versuchte vom Startschuss weg in der Spitzengruppe zu bleiben allerdings wusste ich, dass mir die Schnelligkeit etwas fehlt und so musste ich relativ bald eine Gruppe ziehen lassen. Bei Rennkilometer 5 ging es in die Steigung. Ich wurde von einem Mitstreiter eingeholt und konnte leider nicht mit dem Tempo mitgehen. Im anschließenden Bergabstück verlor ich ganz den Anschluss. So war ich im „Niemansland“ vor mir 4 Läufer die ich zwar im Blickfeld hatte aber nicht mehr einholen konnte und hinter mir weit und breit niemand zu sehen. Ich versuchte die restlichen 3 km bis ins Ziel so gut es ging Druck zu machen.

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(c) Skiclub Seekirchen

Im Ziel stand eine Zeit von 38:15 min. Dies bedeutete den 5 Gesamtrang sowie den 2. Rang in der Allgemeinen Klasse.
Das Rennen stimmt mich zuversichtlich und ich werde versuchen die Zeit in Hawaii einfach 4 mal zu laufen 😉

Wie man auf dem Foto der Siegerehrung erkennen kann nutzte ich das schöne Wetter noch für eine ausgedehnte Radausfahrt.

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(c) Skiclub Seekirchen

Aloha!

Berny